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Finanzdienstleistungen Dietmar Sullus



Anspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung

Sicht des Arbeitnehmers

Sicht des Arbeitgebers

Aus Sicht des Arbeitnehmers lohnt sich eine betriebliche Altersversorgung u. U. primär aus Gründen der Einsparung von steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Entgeltanteilen. Die späteren Leistungen aus der Versorgung (Kapital, Rente) sind voll steuerpflichtig; da die Einkünfte im Alter regelmäßig geringer sind als in der Anwartschaftsphase, profitiert der Rentner vom geringeren Steuersatz. Primär wird durch die Entgeltumwandlung Altersvorsorge zur Ergänzung der gesetzlichen Rente betrieben. Das bedeutet andererseits, dass bei Entgeltumwandlung unmittelbar ein Nettolohnverlust hingenommen wird. Gleichzeitig verringern sich die gesetzlichen Rentenansprüche und Ersatzleistungen im Falle der Arbeitslosigkeit. Das Entgeltumwandlungssystem greift dabei unmittelbar in die Entwicklung der gesetzlichen Rente ein und erfasst diejenigen, die vom Vorsorgekonzept der Entgeltumwandlung ausgeschlossen sind.

Die für Zwecke der betrieblichen Altersversorgung umgewandelten Gehaltsteile sind nicht sozialversicherungspflichtig. Für den Arbeitgeber mindert sich deshalb der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, soweit einzel- oder tarifvertragliche Regelungen keinen Ausgleich vorsehen. Steuerlich betrachtet sind Ausgaben für die Mitarbeiterversorgung Betriebsausgaben. Der Arbeitgeber verfügt mit der betrieblichen Altersversorgung zudem über ein Instrumentarium zur Mitarbeiterbindung und -motivation. Prestige und Betriebsklima können positiv beeinflusst werden.

Der Arbeitsvertrag unterliegt dem Dienstleistungsrecht des BGB, modifiziert durch arbeitsrechtliche Grundsätze. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, über Nachteile und Wirkungen der bAV aufzuklären. So verzichtet der Arbeitnehmer für den umgewandelten Teil seines Arbeitslohnes beispielsweise auf gesetzliche Rentenanwartschaften, wie verkürzte Altersrente und Erwerbsminderungsansprüche. Auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Leistungen bei Arbeitslosigkeit verringern sich. Der Arbeitgeber begibt sich bei der Beratung in Haftungsgefahren. Die Rechtsberatung im Bereich der betrieblichen Altersversorgung ist allein dafür zugelassenen Rentenberatern und Rechtsanwälten vorbehalten.

Direktzusage des Arbeitgebers

Bei der Direktzusage des Arbeitgebers handelt es sich um einen von insgesamt fünf gesetzlich anerkannten Durchführungswegen der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland.

So funktioniert die Direktzusage des Arbeitgebers

Die Direktzusage ist ein unmittelbares Versprechen des Arbeitgebers gegenüber seinen Arbeitnehmern.  Das Besondere an der Direktzusage des Arbeitgebers ist, dass bei diesem Durchführungsweg auch die Pflicht zur Erfüllung der Versorgungszusage sowie die hierfür notwendigen finanziellen Mittel beim Trägerunternehmen verbleiben. Man spricht deswegen auch von der Direktzusage als einem internen Durchführungsweg.  

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